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Impulse für Gebet

Gebetstag 2026

für Frauen & Mädchen 
in Indien

» Diese Info eignet sich auch für eine gemeinsame Gebetszeit im Gottesdienst.

Frauen und Mädchen der ‚Generation Z‘

Auch dieses Jahr wollen wir am 24. Januar (dem „National Girl Child Day“ Indiens) wieder gemeinsam für Frauen und Mädchen in der hinduistischen Welt beten und freuen uns, dass ihr mitbetet!

Gebetstaginfos »
Frauen und Mädchen der ‚Generation Z‘

Die Veränderungen, die besonders durch die digitalen Möglichkeiten in allen Ländern und Gesellschaften große Umbrüche verursachen, haben auch vor Indien und den anderen Ländern der hinduistischen Welt nicht Halt gemacht.

Die jungen Generationen und besonders die Generation Z (Geburtsjahre 1997–2012), die als erste komplett im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist, geht anders an das Leben heran als die älteren. Sie führen Traditionen, die bisher selbstverständlich waren, nicht einfach weiter. Das kann gut oder schlecht sein, auf jeden Fall bringt es Veränderungen in der Gesellschaft, deren Tragweite bislang von den älteren Generationen noch unterschätzt wird.

Die Nutzung des Internets und der Sozialen Medien ist dabei in Indien weitgehend unbegrenzt und das Bewusstsein, Kinder und Jugendliche vor schädlichen Einflüssen und Inhalten schützen zu müssen, bislang kaum da. So haben bereits Kinder Zugang zu Pornografie, was immer wieder zu z. B. Vergewaltigungen von Kindern an noch kleineren Kindern führt – um nur ein Beispiel zu nennen.

Der ungebremste Zugang zu Information, die soziale Vernetzung im Internet, die Prägung der digitalen Medien und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen führen zu einer großen Unsicherheit und inneren Haltlosigkeit in der jungen Generation, was Depressionen und Einsamkeit fördert.

Auch unter Christen und in den Gemeinden ist die Generation Z eine Herausforderung. Wo bisher die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern von einer ‚selbstverständlichen‘ Unterordnung und Einordnung in die Familie geprägt war, brechen jetzt immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene mit diesen Erwartungen.

Erwachsen gewordene Kinder sehen es nicht mehr als Verpflichtung an, sich um ihre Eltern zu kümmern, wenn diese im Alter Hilfe und Unterstützung brauchen. In einem Land, in dem es keine gesetzliche Rentenversicherung oder andere vergleichbare Sicherungssysteme gibt, führt dieser plötzliche Umbruch zu großer Altersarmut. Das macht auch vor christlichen Familien nicht Halt.

Glaube. Wenn es früher weitgehend normal war, der Religion und Glaubensüberzeugung der Eltern zu folgen und diese im Leben obenan zu stellen, ist die Generation Z viel stärker von säkularen Zielen wie Individualität, Erfolg, Reichtum etc.  geprägt. Die Prägung der digitalen Welt durch die Sozialen Medien erweist sich dabei oft viel stärker, als die Eltern wahrgenommen hatten.

Auch die Kirchen und Gemeinden sind teilweise überrascht von den Entwicklungen und Folgen, die nun langsam zutage treten. Wie wichtig es ist, auch als Gemeinde von Anfang an in Kinder, in Teens und Jugendliche zu investieren, sie nicht als ‚zu klein‘ oder als ‚Mitläufer in ihren Familien‘ zu sehen, sondern als Menschen, die zu Jesus geführt, im Wort Gottes verwurzelt und in Jüngerschaft trainiert und begleitet werden müssen, wird immer sichtbarer.

Mädchen und Frauen wurde und wird traditionell weniger zugetraut, für ihr eigenes Leben Verantwortung zu übernehmen. Noch immer wird die von der Familie arrangierte Ehe präferiert, was die junge Generation aber oft gar nicht mehr will. Eigenmächtige Liebesheiraten enden oft schon nach kurzer Zeit im Desaster, weil jede Unterstützung seitens der Familien und der Gesellschaft dafür fehlt. Die Scheidungsrate ist insgesamt immens gestiegen (säkular wie auch unter Christen). Kinder und Jugendliche werden im indischen Erziehungssystem weniger zur Verantwortungsübernahme erzogen, sondern nach wie vor mehr zur Einordnung in die Großfamilie, die aber so oft gar nicht mehr funktioniert. Brechen Mädchen aus oder brechen sie mit Traditionen und Erwartungen, werden sie oftmals verurteilt und stigmatisiert.

An diesem Gebetstag wollen wir vor allem für die Frauen und Mädchen im christlichen Kontext beten.  

Wir beten um stabile Persönlichkeiten, die fest in Jesus und seinem Wort gegründet sind und die zum Vorbild für andere Mädchen und Frauen in der Gemeinde, aber auch ihrem säkularen Umfeld werden!

Wofür können wir beten?
  • Für Erweckung in der jungen Generation! Dass die zunehmende Haltlosigkeit und innere Leere sowie der Bruch mit (auch hinduistischen) Traditionen die jungen Generationen dazu treiben, nach dem lebendigen Gott zu fragen und Jesus zu finden.
  • Für ein tiefes Verständnis der älteren Generationen, der Eltern und Gemeinden für ihre junge Generation. Dass christliche Eltern und Gemeinden die junge Generation nicht verurteilen, sondern ihnen zuhören und sie verstehen lernen, und dann aufstehen und in guter Weise Halt geben und in die richtige Richtung leiten.
  • Für die Mädchen und jungen Frauen in christlichen Kirchen und Gemeinden. Dass sie Jesus persönlich begegnen, ihre Identität, innere Heimat und Bestimmung von ihm zugesprochen bekommen. Dass sie sich tief in der Liebe Jesu und in seinem Wort verwurzeln, dass sie Liebe, Annahme, Beziehung in der Gemeinschaft ihrer Familie und Gemeinde finden. Dass der Einfluss von Gottes Wort und dem Heiligen Geist sowie der Gemeinschaft der Gemeinde stärker prägt als der Einfluss der digitalen Medien und der säkularen Welt, der sie tagtäglich ausgesetzt sind. Dass ihre Beziehung zu ihren Familien sich gut entwickelt mit gegenseitigem Verständnis für die verschiedenen Generationen. Dass die Mädchen und jungen Frauen zu guten Vorbildern innerhalb ihrer Gemeinden, aber auch außerhalb in ihrem Umfeld werden.
Hintergrundinfos »
Wer ist die Gen Z in Indien?

Werte, Gewohnheiten und Erwartungen

(Deutsche Übersetzung des Artikels: https://vicinotech.com/gen-z-in-india-values/)

Die Generation Z in Indien ist eine einflussreiche, digital affine Generation, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurde. Sie ist mutig, neugierig und stark mit dem Internet verbunden und prägt Kultur, Wirtschaft und Diskussionen auf allen Ebenen.

Im Gegensatz zu früheren Generationen legen sie mehr Wert auf Authentizität, soziale Auswirkungen und psychisches Wohlbefinden als auf traditionelle Erfolgskriterien. Ihre Gewohnheiten spiegeln einen mobilorientierten Lebensstil wider, vom Konsum von Inhalten über Online-Shopping bis hin zur beruflichen Orientierung.

Das Verständnis der Generation Z in Indien ist für Marken, Arbeitgeber und Institutionen, die relevant bleiben wollen, von entscheidender Bedeutung. Diese Generation folgt nicht nur Trends, sie schafft sie und erwartet, dass die Welt mitzieht.

Die Generation Z in Indien verstehen: Demografie und Digital Natives

Geburtszeitraum: Die Generation Z in Indien umfasst Personen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden und damit im Jahr 2025 etwa 13 bis 28 Jahre alt sind.

Bevölkerungsstärke: Mit über 400 Millionen Mitgliedern macht die Generation Z mehr als 30 % der indischen Bevölkerung aus und ist damit eine demografische Kraft, die nicht ignoriert werden kann.

Digital Natives: Dies ist Indiens erste Generation, die vollständig im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist. Smartphones, Highspeed-Internet und soziale Medien sind für sie selbstverständlich.

Kulturell prägende Ereignisse: Ihre Weltanschauung wurde maßgeblich beeinflusst durch

  • Den Aufstieg des Mobile-First-Lebensstils
  • Social-Media-Trends und Influencer-Kultur
  • Die COVID-19-Pandemie, die Bildung, Arbeit und soziale Interaktion neu definiert hat

Verhaltensmerkmale

  • Hohe Anpassungsfähigkeit an technologische Veränderungen
  • Vertraut mit virtuellen Beziehungen und globalen Communities
  • Sie wünschen sich schnelle, einfache und reibungslose digitale Erlebnisse in allen Bereichen ihres Lebens

Kernwerte, die die Generation Z in Indien definieren

Die Generation Z in Indien legt großen Wert auf ihre Werte, was sie von älteren Generationen unterscheidet. Sie wollen mehr als nur Produkte oder Dienstleistungen. Sie suchen nach Sinn, Repräsentation und Verantwortung in allem, was sie wählen.

  1. Authentizität und Individualität

Sie erkennen sofort alles, was unecht oder übermäßig aufpoliert ist. Echte Geschichten, dahinterstehende Inhalte und unverfälschte Emotionen finden weit mehr Anklang als bildschöne Kampagnen.

  1. Sinn und Wirkung

Diese Generation unterstützt aktiv Marken, die sich für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen. Sie möchte Teil eines positiven Wandels sein und nicht nur passiver Konsument.

  1. Vielfalt und Inklusion

Die Generation Z in Indien unterstützt die freie Entfaltung der Geschlechtsidentität, spricht offen über psychische Gesundheit und schätzt unterschiedliche Kulturen. Sie möchte in Werbung, Medien und am Arbeitsplatz eine inklusive Repräsentation sehen.

  1. Unternehmergeist

Viele Angehörige der Generation Z träumen davon, etwas Eigenes aufzubauen. Von kleinen E-Commerce-Marken bis hin zu digitalen Kreativunternehmen – Nebenjobs werden zur Norm.

  1. Bewusstsein für psychische Gesundheit

Im Gegensatz zu älteren Generationen sprechen sie offen über psychische Gesundheit. Viele nutzen Therapien, Achtsamkeitsübungen, Selbsthilfe-Apps und legen Bildschirmpausen ein, um sich besser zu fühlen.

Tägliche Gewohnheiten und digitales Verhalten

Das Leben der Generation Z in Indien ist eng mit Technologie verbunden. Sie sind ständig online, bewegen sich schnell und sind es gewohnt, Informationen und Unterhaltung sofort zu erhalten.

  1. Plattformpräferenzen

Die Generation Z in Indien verbringt viel Zeit auf Instagram, YouTube und neueren Plattformen wie Threads. Dies sind ihre bevorzugten Quellen für Trends, Nachrichten und Unterhaltung.

  1. Kurze Inhalte sind beliebt

Sie bevorzugen Reels, Shorts und kurze Videos gegenüber langen Inhalten. Wenn etwas ihre Aufmerksamkeit nicht innerhalb von 5 Sekunden weckt, wird es übersprungen.

  1. Informierte Entscheidungsträger

Ob Hautpflege, technische Gadgets oder Karriereberatung – die Generation Z macht ihre Hausaufgaben. Produktbewertungen, Reddit-Threads und Empfehlungen von Gleichaltrigen beeinflussen ihre Entscheidungen stark.

  1. Technisch versierte Verbraucher

Von Fintech-Apps für die Budgetplanung über Essenslieferdienste bis hin zu Creator-Plattformen für die Monetarisierung von Inhalten – sie verlassen sich bei alltäglichen Aufgaben auf digitale Tools.

  1. Vertrauen in Influencer

Sie folgen Mikro-Influencern, die ihnen eher wie Freunde als wie berühmte Persönlichkeiten vorkommen. Für sie ist es am wichtigsten, sich verbunden zu fühlen und die gleichen Werte zu teilen, nicht, wie viele Follower jemand hat. Um die Generation Z in Indien wirklich anzusprechen, müssen Marken sich ihrem Tempo anpassen, ihre Sprache sprechen und dort präsent sein, wo sie sich aufhalten: online, real und relevant.

Abschließende Gedanken: Der Generation Z zuzuhören ist nicht mehr optional

Die Generation Z in Indien ist nicht nur eine wachsende Verbrauchergruppe, sondern auch kulturelle Trendsetter, Digital Natives und zukünftige Führungskräfte. Ihre Werte, Gewohnheiten und Erwartungen definieren neu, wie Marken kommunizieren, innovativ sind und Vertrauen aufbauen.

Um relevant zu bleiben, müssen Marken und Institutionen sich mit der Generation Z weiterentwickeln und nicht nur Kampagnen für sie erstellen. Das bedeutet, sie in Gespräche einzubeziehen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und sich an ihrer Weltanschauung auszurichten. Es geht nicht darum, zu erraten, was sie wollen, sondern darum, ihnen zuzuhören, zu lernen und sich in Echtzeit anzupassen.

Auf dem schnelllebigen Markt von heute ist eine gründliche Generationsforschung kein Luxus mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. Unternehmen, die in das Verständnis der Generation Z investieren, werden Loyalität, Einfluss und langfristiges Wachstum erzielen.


Unerreichte Volksgruppen

Bild Website unerreichte-volksgruppen.org

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